3.Liga-Spieltag/Tabelle

U23 siegt in engem Derby

1:0 bei einem starken TSV Schott

Schott ließ sich die Sieglos-Serie zu keinem Zeitpunkt anmerken und lieferte den Nullfünfern ein packendes und spielstarkes Duell - die setzten sich dank einem Treffer von Jannik Mause aber nicht unverdient durch.

Beim Mainzer Stadtderby entwickelte sich von Beginn an ein hitziges Duell vor gut 2000 Zuschauern – auch, weil die Nullfünfer rund zehn Minuten brauchten, um die bespielbaren Räume, die Schott anbot, zu nutzen. Der TSV erwartete die Gäste zumeist an der Mittellinie, wurde selbst durch Umschaltaktionen und vor allem bei Standards auch das ein ums andere Mal gefährlich.

Der erste echte Torschuss gehörte aber der Elf von Dirk Kunert, Justin Petermann setzte den Ball nach einer Eckte jedoch deutlich drüber (4. Minute). Spielerisch und auch im Strafraum hatten die Gäste nach der Anfangsphase ein klares Übergewicht, ohne dabei aber zwingend genug vor dem Tor zu werden. Maurice Neubauer platzierte einen Distanzschuss knapp neben den Pfosten, zuvor verstrichen mehrere Standards ereignislos (20. Minute). Für die verdiente Führung sorgte dann endlich Jannik Mause, der von Tyrala sauber freigespielt wurde, seinen Gegenspieler verlud und den Ball platziert in die Maschen schob (28.).

Aber auch Schott blieb immer im Spiel, Jannik Ripplinger scheiterte zweimal kurz vor dem Pausenpfiff am glänzend reagierenden Finn Dahmen. Zwischenzeitlich verpassten Mause und Tyrala eine Rückgabe von Petermann im Sechzehner, der sich zuvor stark über den Flügel durchgesetzt hatte.

Mit dem knappen Zwischenstand im Rücken ging es auch im zweiten Durchgang munter zur Sache. Zunächst jedoch vor dem Tor von Dahmen, dessen Vordermannschaft ihre knappe spielerische Überlegenheit zu selten in klare Aktionen im Angriffsdrittel ummünzen konnte. Stattdessen wurde Schott immer forscher, lief konsequent und immer höher an und erkämpfte sich nach und nach mehr Spielanteile. Die Nullfünfer agierten zu fehlerhaft, um dem spielstarken Aufsteiger wirklich gefährlich zu werden. Tyrala jagte den Ball in den Nachthimmel, Baku wurde geblockt – ansonsten spielte sich die Begegnung vor allem im Mittelfeld und zu selten im Strafraum ab.

Bis Tyrala das Leder an die Latte nagelte (72.) und auch die folgende Aktion im Gewühl verendete. Als Weckruf reichte das aber noch nicht. Stattdessen musste Dahmen sich noch einmal ganz lang strecken, um einen Schott-Abschluss von der Linie zu kratzen (76.), Ripplinger säbelte frei im Fünfmeterraum über den Ball (81.). Es blieb spannend bis zum Schluss, doch die Nullfünfer brachten das knappe Ergebnis mit hohem Einsatz über die Zeit.

„Für uns war es wichtig, den Sieg zu ziehen. In einer schwierigen personellen Situation gegen einen richtig starken Gegner bin ich heute zufrieden, auch wenn wir sicher die eine oder andere Situation besser lösen können“, kommentierte 05-Trainer Dirk Kunert. „Man hat bei Schott klar die Handschrift des Trainers erkannt, sie spielen richtig guten Fußball. Das wird auf Dauer auch belohnt werden – ich bin froh, dass es heute noch nicht soweit war!“

Schott-Coach Sascha Meeth war „mit der Leistung heute sehr zufrieden. Auf Dauer nervt es aber natürlich, dass wir es wieder nicht schaffen, uns endlich zu belohnen und den Ball mal über die Linie zu bringen.“

TSV Schott Mainz – 1. FSV Mainz 05 U23 0:1 (0:1)

Mainz 05: Dahmen – Costly, Korczowski, Grau, Neubauer – Baku, Tyrala, Loechelt – Petermann (79. Trümner), Bülbül (87. Breitenbach) – Mause (75. Hanner-López)

Tore: 0:1 Mause (28.)

Zuschauer: 2048

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