Die Gastgeber starteten mit zwei Veränderungen im Vergleich zum 3:0 (1:0)-Erfolg beim FC Bayern Alzenau. Jonathan Meier und Ahmet Gürleyen ersetzten Michael Akoto und Marin Sverko.

Mit Beginn der Partie gab es einige Standards für die Gäste, die aber nicht den Weg in das von Marius Liesegang gehütete Tor fanden. Nach sieben Minuten fanden die Mainzer dann immer besser in ihr Spiel und kamen zu ihrer ersten Möglichkeit. Nach einer Kopfballablage von Simon Brandstetter zog Cyrill Akono von der Strafraumkante ab und zwang Gästekeeper Frederic Löhe mit einem Flachschuss auf die kurze Ecke zum ersten Eingreifen.

Nach und nach bekamen die 05er die Standardsituationen besser unter Kontrolle und konnten ihrerseits immer mehr Ballbesitz generieren. In der 14. Minute gab es die nächste gute Möglichkeit der Hausherren. Einen Angriff über die rechte Seite verlängerte Akono per Kopf in den Strafraum der Gießener, wo der durchgestartete Lucas Hermes den Ball erlief und mit dem Außenspann aus halbrechter Position ins lange Eck einschoss.

Trotz vieler Möglichkeiten nur 1:0 zur Pause

Mit dem 1:0 im Rücken übernahmen die 05er endgültig die Kontrolle und ließen immer häufiger Ball und Gegner laufen. Nach vorne zeigten sich die Spitzen immer wieder beweglich und initiierten auch die nächste Großchance der 05er. Brandstetter wurde im Strafraum freigespielt, und flankte von der Grundlinie an den langen Pfosten, wo Akono aus spitzem Winkel nur den Pfosten traf (20.). Mainz setzte sich in der Folge vor dem gegnerischen Strafraum fest und erarbeitete sich einige Gelegenheiten, doch Wähling (22.) und Kölle (44.) scheiterten kurz vor dem Torwart am Selbigen, während ein Kopfball von Brandstetter knapp über das Tor ging (31.), sodass die Mainzer mit einer knappen, aber hochverdienten 1:0-Führung in die Pause gingen.

Beide Teams kamen personell unverändert aus der Kabine, doch die Leistung aus den ersten 45 Minuten konnten die 05er nicht bestätigen. Gießen fand jetzt immer wieder Lücken im Mainzer Defensivverbund und startete nach langen Bällen häufig in die Schnittstellen zwischen den Verteidigern. Nach einer Kopfballverlängerung von Noah Michel startete Hirst in den Strafraum durch und traf aus halbrechter Position zum 1:1 (55.).

Fehler in Pass- und Stellungsspiel bringen den FSV in Rückstand

Die 05er verloren immer mehr die Sicherheit im eigenen Passspiel und zeigten Fehler im Stellungsspiel. So verloren die Hausherren zehn Minuten später bei einem langen Ball der Gäste den eingelaufenen Koch aus den Augen, sodass dieser zum Führungstreffer der Gießener einschießen konnte (65.). Die U23 musste nun ihrerseits nach vorne spielen und kam nach 71 Minuten fast zum Ausgleich, nachdem Brandstetter eine Meier-Flanke an die Latte verlängert hatte.

Auf der anderen Seite spielte die Führung dem Konterspiel der Gäste in den Karten. Einen weiteren langen Ball nahm erneut Hirst auf und hob ihn über - den bei allen Treffern chancenlosen - Marius Liesegang zum 1:3 ins Netz (78.). Die Hausherren probierten zwar noch einmal alles, doch die Abschlüsse des eingewechselten Thomas Rekdal (79.), Akono (83.) und Dominic Peitz (90.) konnten den Torhüter der Gäste nicht mehr überwinden, sodass am Ende trotz starker erster Hälfte eine klare Niederlage stand.

1. FSV Mainz 05 – FC Gießen 1:3 (1:0)

Mainz 05 U23: Liesegang – Modica, Gürleyen (78. Akoto), Kölle – Peitz, Wähling (65. Rekdal), Hermes, Maier (72. Sverko), Scheithauer –Akono, Brandstetter

Tore: 1:0 Hermes (14.) 1:1 Hirst (55.) 1:2 Koch (65.) 1:3 Hirst (78.)

Zuschauer: 605

Stimmen zum Spiel

Bartosch Gaul: "Mehr als wir in der ersten Halbzeit kann man ein Spiel eigentlich nicht im Griff haben. Wir hatten gute Kombinationen drin, haben uns Chancen erspielt und hätten mit einer höheren Führung in die Halbzeit gehen müssen. Das war wirklich gut. 

Die zweite Hälfte können wir in der Form nicht tolerieren. Beim ersten Gegentor spielen wir dem Gegner den Ball in den Fuß und fangen einen Konter. Beim zweiten und dritten Treffer der Gießener hat unser Verhalten nichts mit höherklassigem Fußball zu tun. Das waren ganz einfache Mittel, mit denen sie uns geschlagen haben. In der Form geht das nicht. Wir müssen erörtern, woran das gelegen hat."

Hintere Reihe (v. li. n. re.): Marco Aumüller (Team-Manager), Stephan Hölz (Zeugwart), Tobias Drößler (Videoanalyse), Bartosch Gaul (ChefTrainer), Simon Pesch (Co-Trainer), Leopold Angerer (Athletik-Trainer), David Ackermann (Physiotherapeut), Dr. Jochen Wollstädter (Mannschaftsarzt)

Mittlere Reihe (v. li. n. re.): Giuliano Modica, Laurin Stich, Jonas Fedl, Vitus Scheithauer, Dominic Peitz, Cyrill Akono, Michael Akoto, Simon Brandstetter, Marin Sverko, Corey Lee Anton

Vordere Reihe (v. li. n. re.): Tolga Demirbas, Devante Parker, Florian Bohnert, Niklas Kölle, Patrick Manthe, Marius Liesegang, Omer Hanin, Julian Bauer, Lucas Hermes, Nils Lihsek, Thomas Rekdal, Luis Kersthold

Nicht im Bild: Oliver Wähling, Dr. Tobias Nowak (Mannschaftsarzt), Helmut Mayer (Schiedsrichterbetreuer)