ONISIWOS TOR KOMMT ZU SPÄT: 05ER UNTERLIEGEN IN FÜRTH

FSV bleibt zum fünften Mal in Folge auswärts ohne Punkte

Schwacher Auftritt: Mainz 05 verliert in Fürth

Erneut auswärts. Und diesmal gegen den Tabellenletzten. Mainz 05 musste sich bei der Spvgg. Greuther Fürth 1:2 geschlagen geben. Unverdient war das nicht – aus mehreren Gründen.

Schon wieder auswärts. Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 – seit dem zehnten Spieltag in der Fremde ohne Sieg – musste sich bei Tabellenschlusslicht Spvgg. Greuther Fürth 1:2 geschlagen geben. Daran vermochten auch Jeremiah St. Juste, Jonathan Burkardt und Aaron nichts zu ändern, die bei der 1:3-Pokalniederlage beim VfL Bochum eine Pause erhalten hatten und in Fürth wieder von Beginn an mitmischten. Weil Cheftrainer Bo Svensson seine Gelbsperre absaß, coachte Co-Trainer Babak Keyhanfar das 05-Team und gab an der Seitenlinie den Ton an. Der 36-Jährige leitete sein Team zwar akribisch an. Die Umsetzung seiner Anweisungen gelang den 05-Profis jedoch über weite Strecken der Partie nicht.

Fürther erwischten den besseren Start ins Spiel

Es war das erwartet zähe Spiel bei zuletzt erstarkten Fürthern, die den besseren Start in die Partie erwischten. So erspielten sich die Hausherren die erste Torchance der Partie. Jamie Leweling setzte sich auf der rechten Außenbahn gegen Stefan Bell durch und flankte flach ins Zentrum, wo das Spielgerät zunächst keinen Abnehmer fand. Doch am langen Pfosten lauerte Jetro Willems und zog aus knapp zwölf Metern ab. 05-Keeper Zentner parierte den Schuss aus kurzer Distanz (8.). Nur wenige Minuten später belohnten sich die Franken für ihre starke Anfangsphase.

Mainz 05 offenbarte im defensiven Mittelfeld riesige Lücken, wodurch Jeremy Dudziak nach einem simplen Steckpass von Paul Seguin frei vor Robin Zentner stand und eiskalt blieb (12.). Dass die 05er nicht hellwach waren, zeigte sich auch bei dem naiven Ballverlust von Aaron, der nur wenige Meter vor dem Mainzer Sechzehner ins Dribbling ging. Moussa Niakhaté bereinigte die Situation per Foulspiel – zunächst. Beim anschließenden Freistoß aus rund 20 Metern und halbrechter Position beförderte Jetro Willems das Leder gefährlich in Richtung des linken Pfostens, scheiterte aber erneut an Zentner (16.).

Suchten die Rheinhessen mal den Weg nach vorne, dann in den meisten Fällen über die Außenbahnen. Die zu vorhersehbaren Kombinationsversuche bereinigte die Fürther Abwehr allerdings ohne Anstrengung. Die erste vielversprechende Gelegenheit zum Ausgleich hatte Karim Onisiwo, dem der Ball nach einer chaotischen Situation im Strafraum der Franken vor die Füße fiel. Der Abschluss des Österreichers stellte jedoch kein Problem für Fürth-Keeper Sascha Burchert dar (21.).

Ballverluste, Fehlpässe, Unkonzentriertheiten: Spielerisch gelang Gästen lange nichts. Dann eben mit der Brechstange – Das dachte sich wohl Anton Stach, der einen Freistoß aus rund 25 Metern mit Wucht an die Querlatte zimmerte (29.). Eher glücklichen Ursprungs war die Torchance von Jonathan Burkardt (35.), der nach einem Zuspiel von Jae-sung Lee, das eigentlich für Karim Onisiwo bestimmt gewesen war, von einem Stellungsfehler von Jetro Willems profitierte und unbedrängt auf Burchert zulief, im Fürther Torwart aber seinen Meister fand. Glücklich oder nicht – die Rheinhessen schienen etwas Selbstvertrauen zu schöpfen. Nur wenig später setzte sich Karim Onisiwo auf der rechten Seite durch und flankte auf den mittig positionierten Jae-sung Lee, dessen Kopfball jedoch ungefährlich blieb (37.).

Gegen Ende der ersten Halbzeit nahm Mainz 05 das Zepter zunehmend in die Hand. Als Jonathan Burkardt auf seinen Vorstoß über den linken Flügel eine flache Flanke folgen ließ, schob Fürth-Verteidiger Willems das Leder beinahe ins eigene Tor. Erneut krachte die Kugel an die Querlatte (41.). Drei Minuten später war es Burkardt selbst, der nach einem Doppelpass mit Aaron abschloss, im Grätschen aber rechts am Tor vorbeizielte.

Zerfahren blieb die Partie auch nach dem Seitenwechsel. Was ebenfalls gleich blieb: Die zweite Halbzeit begann – genau wie die erste - mit einem Ausrufezeichen der Kleeblätter. Jeremy Dudziak spitzelte den Ball per Hacke frech weiter zu Jamie Leweling, der innerhalb des Sechzehners schießen durfte (52.). Einmal mehr rettete Robin Zentner seine 05er und klärte zum Eckball – der ungefährlich blieb. In der 66. Spielminute war allerdings auch der Mainzer Schlussmann machtlos. Nach einem perfekt gespielten Steckpass von Paul Seguin spielte Jeremy Dudziak den Ball scharf in die Mitte, wo Stefan Ball seinen linken Fuß nicht rechtzeitig wegziehen konnte und per Eigentor den 0:2-Rückstand besorgte.

Babak Keyhanfar reagierte umgehend, stellte auf eine defensive Viererkette um und wechselte gleich zweimal: Alexander Hack und Jean-Paul Boetius betraten das Spielfeld. Unglücksrabe Stefan Bell und Aaron hatten Feierabend. Kapitän Moussa Niakhaté verteidigte fortan die linke Seite. Die Meinzer setzten auf einen zusätzlichen Mann im Mittelfeld. In der 72 Spielminute wechselte Keyhanfar erneut. Der Ex-Fürther Anton Stach und Jae-sung Lee machten Platz für Kevin Stöger und Paul Nebel. Wenig später ersetzte Daniel Brosinski den unauffälligen Silvan Widmer (80.). Dem (ohnehin kaum vorhandenen) Spielfluss zuträglich waren die vielen Auswechslungen nicht mehr. Doch darum ging es auch nicht.

Mit frischen Akteuren auf dem Rasen läuteten die Rheinhessen die Schlussoffensive ein. Das Ergebnis: Eine Flanke von Paul Nebel auf Onisiwo, dessen Kopfball aber rechts am Fürther Tor vorbei flog (82.) – nicht zwingend genug. Ganz im Gegenteil zur Spvgg. Greuther Fürth. Denn in der 87. Spielminute erhöhte der eingewechselte Havard Nielsen für die Franken nach einer sehenswerten Kombination beinahe auf 3:0, traf das Leder bei seinem Abschluss aber nicht wie geplant. In der Nachspielzeit korrigierte 05-Stürmer Karim Onisiwo das Ergebnis aus Mainzer Sicht auf 1:2. Doch der Treffer kam zu spät, löste beim FSV kaum noch Hoffnungen aus. Letztlich verloren die Rheinhessen 1:2. Unverdient war das nach einem erneut enttäuschenden Auswärtsspiel nicht.

Spieldaten

Aufstellung

Stimmen zum Spiel

Bo Svensson (05-Trainer): „Ich muss sagen, dass ich sehr enttäuscht bin. Natürlich über die Niederlage, aber auch darüber, mit welcher Haltung wir das Spiel angegangen sind. Du kannst nicht so in ein Bundesliga-Spiel gehen wie wir heute. Das war weit, weit weg von der richtigen Einstellung und das müssen wir natürlich hinterfragen. Wir sind sehr schlecht reingekommen. Ich habe sehr viel von meiner Mannschaft vermisst. Klar ist es nicht optimal. Wenn ich da oben sitze, ist es schwer. Aber das ist keine Ausrede. Ich habe auch meine Mannschaft ein stückweit im Stich gelassen mit der Sperre heute. Es war nicht so angenehm, das Spiel von oben zu schauen.“

Stefan Leitl (Fürth-Trainer): „Ich finde, wir haben sehr gut begonnen, waren gut im Spiel, gehen dann auch verdient in Führung. Mit Blick auf das Spiel ab der 25. Spielminute gehen wir dann auch relativ glücklich mit der Führung in die Halbzeitpause. Das sind Situationen, die du auch überstehen musst, um erfolgreich zu sein. In der zweiten Hälfte war es so, dass wir sehr kompakt waren und weitestgehend das Spielgeschehen kontrolliert haben. Wir haben kaum Chancen von Mainz zugelassen. Insgesamt war es eine gute Leistung gegen eine gute Mannschaft.“

Jonathan Burkardt (05-Stürmer): „Wir fangen ganz schlecht an, sind überhaupt nicht auf dem Platz, haben 20, 25 Minuten komplett hergeschenkt und laufen völlig verdient dem 0:1 hinterher. Und dann werfen wir alles rein, aber spielen ziemlich disziplinlos. Es gibt Chancen auf beiden Seiten und wir gehen mit einer Niederlage vom Platz, die sehr weh tut. Es gilt, unsere Spielkultur wieder in die Mannschaft reinzubringen, alles zu geben von der ersten bis zur letzten Minute, damit so etwas nicht noch einmal passiert wie in der zweiten Halbzeit in Bochum und wie am Anfang des Spiels hier. Das ist eine herbe Enttäuschung heute.“

Robin Zentner (05-Torhüter): „Wir sind jetzt zweimal innerhalb weniger Tage sechs Stunden in der Gegend rumgefahren, um nichts zu holen. Das tut natürlich weh. Jetzt haben wir zwei Wochen, um das aufzuarbeiten, die Fehler abzustellen. Das müssen auch die Spieler noch mal reflektieren und dann positiv nach vorne schauen. Wir müssen das auf den Platz bringen, was uns die Siege bereitet hat. Das waren mannschaftliche Geschlossenheit in den Zweikämpfen, mit dem Ball Zug zum Tor und Durchsetzungsvermögen. Das hat gefehlt, an diesen Punkte müssen wir aber wieder anknüpfen.“

Moussa Niakhaté (05-Kapitän): „Fürth wollte es mehr, das Spiel zu gewinnen als wir. Wir müssen positiv bleiben. Wenn du nicht positiv denkst, kannst du nicht gewinnen.“

Martin Schmidt (05-Sportdirektor): „Wir haben ein schlechtes Spiel gezeigt, sind nicht gut reingekommen und haben es verpasst, in der guten Phase vor der Pause auszugleichen. Dann wäre der Kopf oben gewesen. Dennoch müssen wir hier ein anderes Spiel zeigen. Der Tag war gebraucht heute. Jetzt sind wir in dem, was wir vor der Saison schon wussten, dass wir nämlich auch einmal schwierigere Phasen haben. Ich bin überzeugt, dass wir mit Ruhe und Weiterarbeiten wieder in Schwung kommen werden. Wir hatten auch in der Hinrunde eine Phase. Jetzt in der Länderspielpause kommen Dominik Kohr, Marcus Ingvartsen zurück und Adam Szalai hoffentlich auch. Und dann kommen wir als Mannschaft so zurück, wie man Mainz kennt.“

Jeremy Dudziak (Fürth-Torschütze zum 1:0, zum Formanstieg seines Teams): „Ich glaube, wir geben noch mehr Gas. Wir arbeiten noch mehr an uns selbst. Wir spielen auch freier auf, würde ich sagen. Aber so genau kann man das gar nicht definieren.“

Spieler in der Einzelkritik

Robin Zentner

Zeigte zwei gute Paraden gegen Willems (9., 16.), stark gehalten gegen Leweling (52.). Bei den Gegentoren war er wie in den vergangenen Auswärtspartien auch machtlos. Note: 2,5

Jeremiah St. Juste

In der Anfangsphase merkte man ihm die fehlende Spielpraxis nach einer langen Verletzungspause an. St. Juste hatte viele kleine Fehler im Spiel, steigerte sich aber im Laufe der Partie und agierte in der zweiten Halbzeit ohne Patzer. Note: 4

Stefan Bell

Der Innenverteidiger ließ sich zweimal von Gegenspielern zu einfach ausspielen, wodurch es jeweils gefährlich wurde. Agierte unglücklich bei seinem Eigentor. Die Enttäuschung darüber war ihm nach seiner Auswechslung deutlich anzusehen. Note: 4,5

Moussa Niakhaté

Der Kapitän hatte diesmal viel unglückliche Szenen: Das 0:1 leitete er mit einem schlampigen Pass im Spielaufbau ein, beging ein Foul, das Fürth eine gute Freistoßsituation brachte, ein Fallrückzieher-Versuch landete im Nichts, und beim 0:2 sah er auch  aus. Versuchte aber auch immer wieder, seine Mitspieler aufzurichten und voranzugehen. Note: 4,5

Silvan Widmer

Der Außenverteidiger befindet sich in einem Formtief. Ihm gelang nur eine einigermaßen gefährliche Hereingabe, war auch hinten nicht fehlerfrei. Note: 4,5

Aaron Martin

Der Außenspieler sah bei beiden Gegentoren nicht gut aus, auch wenn ihn keine Hauptschuld traf. Legte Burkardt eine gute Gelegenheit auf (45.), ansonsten aber unauffällig. Note: 4,5

Anton Stach

Gegen seine ehemalige Mannschaft fand der defensive Mittelfeldspieler nur schwer in die Partie. Konnte vor dem 0:1 den allerdings schlecht gespielten Pass auf ihn nicht kontrollieren. Wäre mit einem starken Freistoß fast zum 1:1 erfolgreich gewesen, doch Fürth-Torhüter Burchert lenkte den Ball noch an die Latte. Hatte insgesamt die meisten Torschüsse (6). Note: 4

Leandro Barreiro

Der Mittelfeldspieler gehörte in der schwachen Mainzer Anfangsphase noch zu den besten 05ern. Sorgte so für einige Balleroberungen und legte wieder einmal die meisten Kilometer aller Spieler zurück (12,7). Wirklich Zugriff aufs Spiel fand aber auch Barreiro nicht. Note: 4

Jae-sung Lee

Das Spiel lief weitgehend am Offensivspieler vorbei. Ließ nur beim Pass zu Burkardts Großchance (35.) sein Können wirklich aufblitzen. Note: 4,5

Jonathan Burkardt

Wenn es vor dem Fürther Tor gefährlich wurde, dann war meistens Burkardt daran beteiligt. Schon in der ersten Minute blockte er einen Ball des Gastgeber-Keepers Burchert. An ihm scheiterte Burkardt auch knapp bei der größten 05-Chance, als er frei aufs Tor lief (35.). War auch Vorbereiter, als der Fürther Willems die Latte des eigenen Tores traf (41.). Traf zuletzt am 4. Dezember beim 3:0 gegen Wolfsburg. Note: 3,5

Karim Onisiwo

Seltener als sonst blitzte sein Können auf. Lief sich in der Nachspielzeit perfekt frei und nutzte dies und Stögers Hereingabe zum Anschlusstor. Blockte seinen Gegenspieler gut und machte so den Weg zu Burkardts Großchance frei (35.). Note: 4

Alexander Hack

(ab 67. Minute für Bell) Stoppte Hrgota auf dem Weg zum Tor gerade noch auf eine Art, dass der Schiedsrichter nicht auf Foul und damit Notbremse entscheiden musste. Wie in den letzten Spielen auch wieder mit einem Abspielfehler im Spielaufbau, der aber diesmal ohne Folgen blieb. Note: 0

Jean-Paul Boetius

(ab 67. Minute für Aaron) Sollte das Offensivspiel beleben, was ihm aber nicht gelang. Note: 0

Paul Nebel

(ab 72. Minute für Stach) Versuchte noch einiges, um das Fürther Abwehrbollwerk zu knacken, es gelang ihm aber nicht. Note: 0

Kevin Stöger

(ab 72. Minute für Lee) Eine starke Szene hatte der Offensivspieler bei seinem Kurzeinsatz: Die punktgenaue Flanke, die Onisiwo zum 1:2 verwertete. Note: 0

Daniel Brosinski

(ab 79. Minute für Widmer) Vielleicht hätte zumindest sein letzter weiter Einwurf für Erfolg gesorgt. Doch der Schiedsrichter pfiff vor diesem ab, obwohl die angezeigte Nachspielzeit noch nicht abgelaufen war und in dieser ein Tor gefallen war. Note: 0

Noten der Bild-Zeitung

 

Robin Zentner: An seiner Einstellung liegt’s nicht, feuert seine Vorderleute immer wieder lautstark an. Ist erneut machtlos. Trotzdem wieder zwei Gegentore – Note 4

Silvan Widmer (bis 79.): Der Schweizer ist weit weg von seiner Form aus der Vorrunde. Hinten Fehler, nach vorne kommt derzeit fast nichts Brauchbares – Note 5

Moussa Niakhaté: Spielt den Katastrophen-Pass auf Stach, der zum 0:1 führt. Auch er wirkt nicht sicher, braucht viele Fouls, spielt Fehlpässe. Fahriger Auftritt – Note 5

Stefan Bell (bis 66.): Ohne seine zwei Nebenleute in Bestform ist auch der Routinier überfordert. Pech dann auch noch beim Eigentor zum 0:2-Endstand – Note 5

Jeremiah St. Juste: Vielleicht hätte dem Holländer nach seiner Schulter-OP eine längere Wiedereingewöhnung doch besser getan. Ungewohnt viele Fehler – Note 5

Aaron Martin (bis 66.): Nächstes schwaches Spiel des Spaniers. Hat seine Seite nie im Griff, wird immer wieder von Fürths Flügeln überlaufen oder ausgespielt – Note 5

Anton Stach (bis 72): Gehört zu den Besseren in der Hintermannschaft, kann das Fürther Angriffsspiel aber auch nicht entscheidend stören. Am 0:1 beteiligt – Note 4

Leandro Barreiro: Ist bemüht und überall zu finden, wie immer. Für den hohen Einsatz kommt beim Luxemburger momentan aber einfach zu wenig Ertrag raus – Note 4

Jae-sung Lee (bis 72.): Läuft und ackert zwar, ist aber längst nicht so im Spiel wie sonst schon. Einer der schwächeren Auftritte des quirligen Koreaners – Note 4

Jonathan Burkardt: Wenn Gefahr vorm Tor der Gastgeber ist, dann durch ihn. Muss aber in der 35. Minute (Torwart Burchert zur Ecke) den 1:1-Ausgleich machen – Note 3

Karim Onisiwo: Lange unauffälliger als in den letzten Spielen. Dreht aber gegen Spielende noch mal auf und erzielt nach Stöger-Vorlage das zu späte 1:2 – Note 3

Jean-Paul Boëtius (ab 66.): Kommt, als gerade das 0:2 gefallen ist. Schafft es wieder nicht, den Angriff mit gescheiten Pässen aus dem Mittelfeld zu füttern – Note 4

Alexander Hack (ab 66.): Kommt unmittelbar nach dessen Eigentor für Bell. Ja, spielt dann zu null. Fehlerfrei sieht aber dennoch ganz anders aus – Note 4

Paul Nebel (ab 72.): Kommt, haut sich rein. Bei ihm wirkt Vieles zurzeit aber etwas ungestüm. Holt sich deshalb, wie schon beim 1:0 gegen Bochum, Gelb ab – Note 4

Kevin Stöger (ab 72.): Bedient Onisiwo zum 1:2. Ansonsten kommt beim Österreicher aber auch zu wenig, um von einem guten Joker zu sprechen – Note 4

Daniel Brosinski (ab 79.): Als er eingewechselt wird, ist eigentlich schon alles verloren. Bemüht sich rechts statt Widmer. Bringt aber auch nichts – keine Note mehr

Babak Keyhanfar: Sein Chef Bo Svensson hält die Ansprachen vor dem Spiel und in der Halbzeit, entscheidet über Taktik-Wechsel (von 5er- auf 4er-Abwehrkette) und die Auswechselungen. Von daher fällt ihm eigentlich nur die Rolle des Antreibers an der Linie zu, kann er für die Blamage wenig – Note 4