Position des 1. FSV Mainz 05 in der Frage der Forderung nach der Beteiligung der DFL an
Polizeikosten
Muss sich die Deutsche Fußball Liga an den Polizeikosten bei Hochrisikospielen beteiligen? Die Frage wird im laufenden Rechtsstreit zwischen der DFL und dem Bundesland Bremen vermutlich im kommenden Jahr vor dem Bundesverwaltungsgericht geklärt. In die anhaltende Diskussion zu diesem Thema hat sich am Montag der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz eingeschaltet und dabei die Forderungen
gegenüber der DFL bekräftigt.
 
Stefan Hofmann, Vorsitzender des 1. FSV Mainz 05, entgegnet hierzu:
„Wir verweisen in der Frage der Forderung nach finanzieller Beteiligung des Profifußballs an Polizeieinsätzen bei Hochrisikospielen auf die laufende Revision im Rechtsstreit zwischen dem Bundesland Bremen und der Deutschen Fußball Liga. Mainz 05 ist im aktuellen Verfahren nur mittelbar beteiligt. Der Verein teilt selbstverständlich die Rechtsauffassung der DFL insbesondere in jenem Punkt, dass der Einsatz von Polizeikräften im öffentlichen Raum zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit eine Kernaufgabe des Staates ist und dem Schutz der Allgemeinheit dient.“
Der 1. FSV Mainz 05 trägt bei seinen Heimspielen die Verantwortung für die Sicherheit im Stadion
weitgehend selbst und leistet dabei jährlich Investitionen von mehr als einer Million Euro. Der Aufwand fließt
in den vereinseigenen Ordnungsdienst und externe Fachkräfte, in Investitionen in die Sicherheitsstrukturen
sowie in das zertifizierte Sicherheitsmanagement.
 
Darüber hinaus stellt Hofmann für den 1. FSV Mainz 05 klar:
„Dem vermittelten Eindruck, die Bundesliga, ihre Klubs und damit auch Mainz 05 seien vor allem Nutznießer
der öffentlichen Hand und aufgrund ihrer wachsenden Umsätze zu einer Beteiligung verpflichtet, müssen wir
widersprechen. Die Allgemeinheit profitiert nicht unerheblich von der Entwicklung des Profifußballs,
insbesondere durch Steuerzahlungen, die identitätsstiftende und integrative Wirkung der Klubs und die von
ihnen übernommene soziale Verantwortung in sozialen und karitativen Projekten.“
Der 1. FSV Mainz 05 hat im vergangenen Geschäftsjahr 13,5 Mio. Euro direkte Steuern gezahlt. Hinzu
kommen indirekte (personenbezogene) Steuern seiner 1067 Beschäftigten in Höhe von 21,8 Mio. Euro. Der
Verein verzeichnet pro Jahr etwa 500.000 Besucher bei seinen Heimspielen. Er wirkt für seine 13.000
Mitglieder sowie für Stadt und Region identitätsstiftend. Mainz 05 stellt sich in seinen sozialen Projekten
sowie dem karitativen Verein Mainz 05 hilft e. V. seiner sozialen Verantwortung.

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